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Stadtrundgang

Stadtrundgang im Jahrgang 6

Am 12. Juni haben wir, die Klasse 6/3 mit Frau Urbach im Geschichtsunterricht einen Stadtrundgang gemacht. Frau Urbach und unsere Mitschülerin Kate haben uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten unserer Heimatstadt gezeigt.

Zunächst sind wir zum Rest der Halleschen Stadtmauer gegangen. Diese befindet sich gegenüber vom Tunnel zu den Franckeschen Stiftungen am Waisenhausring. Hier endete die Stadt im Mittelalter, so dass die Franckeschen Stiftungen und der Ortsteil Glaucha außerhalb der Innenstadt waren. Auch der Leipziger Turm gehört zur Stadtmauer. Hier befand sich damals das Galgtor. Seine Mauern sind 3 m dick.

Unsere nächste Station war der Hansering, Hier hat uns Frau Urbach viele Dinge über den Stadtgottesacker erzählt. Der Stadtgottesacker wurde ungefähr 1560 nach italienischem Vorbild errichtet und ist ein Meisterwerk der Renaissance nördlich der Alpen. Wegen der Epidemien (Pest) und weil die Stadt Halle zu klein wurde, baute man damals die Friedhöfe außerhalb der Stadtmauer. Auf dem Stadtgottesacker ist auch August Hermann Francke und seine Familie begraben.

Vom Hansering ging es weiter zum Universitätsring. Dort steht die hallesche Betsäule. Sie wurde zum Gedenken an die Opfer der Pestepidemien von 1450 errichtet.
Der nächste Halt war die Moritzburg. Die Moritzburg ist ungefähr 1500 als befestigtes Schloss als Residenz für die Magdeburger Erzbischöfe gebaut worden. Im 30-jährigen Krieg wurde sie 1637-1639 zerstört und blieb dann eine Ruine. Seit 1904 ist in der Moritzburg ein Kunstmuseum mit vielen modernen Bildern. Von der Moritzburg liefen wir zum Domplatz. Hier befindet sich auch die Neue Residenz. Sie war nach der Moritzburg der Sitz der Erzbischöfe. Der Dom ist das älteste Kirchengebäude der Altstadt Halle. Hier residierte Kardinal Albrecht.

Den nächsten Teil der Führung hat Kate übernommen. Wir sind zuerst zum Roten Turm und zur Marktkirche gegangen. Der Rote Turm gehört zu den 5 Türmen von Halle und bildet gemeinsam mit den 4 Türmen der Marktkirche das Wahrzeichen unserer Stadt. Er ist ein freistehender Glockenturm und das höchste Bauwerk des Mittelalters von Halle. Vor dem Roten Turm steht der Roland als Zeichen der Gerichtsbarkeit und Eigenständigkeit der Stadt. Die Marienkirche Unser Lieben Frauen (Marktkirche) bestand zunächst aus 2 Kirchen und wurde ca. 1550 aus beiden Kirchen von Kardinal Albrecht zusammengebaut. Im Inneren findet man einen gotischen Hochaltar nach einem Entwurf von Lucas Cranach und die Orgel, an der Georg Friedrich Händel das Orgelspielen erlernte. Händel wurde in dieser Kirche getauft.

Der Hallmarkt unterhalb der Marktkirche war viele Jahrhunderte das Zentrum der Halleschen Salzgewinnung mit einer eigenen Verwaltung, dem Thalamt. Das Thalamt steht heute im Hof der Moritzburg. Weiter ging es zum Alten Markt. Hier steht der Eselsbrunnen und erinnert an die Sage vom Müllerburschen und seinem Esel, der statt des Kaisers auf Rosen in die Stadt einzog.
Unser Stadtrundgang endete an der Moritzkirche. Die Moritzkirche ist eine gotische Kirche und auch heute noch die Pfarrkirche der Halleschen Salzwirker (Halloren). Im Inneren befindet sich unter anderem eine Steinskulptur des Schellenmoritz.
Friedrich Grünauer-Kloevekorn (6/3)